{"id":39,"date":"2018-02-06T19:39:33","date_gmt":"2018-02-06T19:39:33","guid":{"rendered":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/?page_id=39"},"modified":"2024-10-29T10:09:54","modified_gmt":"2024-10-29T10:09:54","slug":"neue-erkenntnisse","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/?page_id=39","title":{"rendered":"Neue Erkenntnisse"},"content":{"rendered":"<h3>Neue Erkenntnisse \u00fcber die Wasserm\u00fchle in Ovelg\u00f6nne<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Bericht \u00fcber die M\u00f6glichkeiten zum Sieben (Sichten) des Mehles in Heft 4 vom September 1999, verbunden mit Gedanken \u00fcber eine evtl. fr\u00fcher vorhandene \u00e4hnliche M\u00f6glichkeit in der Wasserm\u00fchle Ovelg\u00f6nne, lie\u00df bei mir die Idee reifen, eine n\u00e4here Untersuchung des M\u00fchlengeb\u00e4lks vorzunehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ovelg\u00f6nner Wasserm\u00fchle ist ein relativ alter Bau, deren Geb\u00e4lk eine Vielzahl von Spuren fr\u00fcherer Umbauma\u00dfnahmen aufweist. Zu einem grunds\u00e4tzlichen Ergebnis kommt der aufmerksame Beobachter schon bei der Ansicht der M\u00fchleninnenraumes bzw. beim Betrachten von Querschnittszeichnungen dieser M\u00fchle: das Geb\u00e4ude wurde als Wohnhaus und M\u00fchle zugleich genutzt, wobei die M\u00fchle nur ungef\u00e4hr 1\/3 der Nutzfl\u00e4che einnahm.<br \/>\nKombinationen von M\u00fchle und Wohnhaus in einem Geb\u00e4ude sind f\u00fcr Wasserm\u00fchlen dieser Bauzeit (1674) nicht un\u00fcblich. Wassernm\u00fchlem mit dem damaligen Stand der Technik ben\u00f6tigten auch nicht sonderlich viel Platz; insbesondere dann, wenn es sich wie hier in Ovelg\u00f6nne um eine M\u00fchle mit nur einem Malgang gehandelt hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ovelg\u00f6nner M\u00fchle ist eine vergleichsweise sehr kleine Wasserm\u00fchle, die man in einigen Nieders\u00e4chsichen Regionen als &#8222;Hofm\u00fchle&#8220; bezeichnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachten wir und die Geschichte der M\u00fchle in der Anfangszeit n\u00e4her, so erkl\u00e4rt dies Einiges. Der Erbauer der M\u00fchle, Meister Detlef Schwar, war von dem Bau der Ovelg\u00f6nner M\u00fchle im Jahre 1674 P\u00e4chter der Moisburger Wasserm\u00fchle. Diese war im Besitz des Amtes Moisburg und von Bau und Einrichtung her eine Wasserm\u00fchle damals durchschnittlicher Gr\u00f6\u00dfe. Dass Detlef Schwar sich selbst\u00e4ndig machen durfte, war in damaliger Zeit nicht einfach und mit Auflagen verbunden. Es durfte nur eine bestimmte, meist geringe Mahlmenge produziert werden, bzw. es wurden Menge und Art des Produktes erst nach Feststellung der Notwendigkeit unter R\u00fccksicht auf die schon vorhandenen M\u00fchlenkapazit\u00e4ten vom Staat errechnet. Es erscheint logisch, dass die Ovelg\u00f6nner M\u00fchle stets nur die Versorgung weniger Einwohner gew\u00e4hrleistete (und gew\u00e4hleisten sollte!) und m\u00f6glicherweise in fr\u00fcherer Zeit als Beibetrieb eine Landwirtschaft gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl die M\u00fchle ein recht hohes Alter aufweist, liegen nahezu keinerlei Unterlagen \u00fcber die Entwicklung ihrer technischen Anlagen in den fr\u00fcheren Jahrhunderten vor. Mag die heutige Inneneinrichtung auch den Eindruck erwecken, sie h\u00e4tte auch beim Bau der M\u00fchle schon so installiert gewesen sein k\u00f6nnen, so l\u00e4sst sich anhand von Details beweisen, dass dem nicht so ist. Dass die erhaltene Technik nahezu dem Stand einer sog. &#8222;Altdeutschen Wasserm\u00fchle&#8220; entspricht, f\u00e4llt in einer Region wie dieser, wo man schon vergleichsweise fr\u00fch im M\u00fchlenbau neue Wege beschritt und technische Neuerungen gegen\u00fcber aufgeschlossen war, besonders auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet man das Getriebe der M\u00fchle genauer, so sind schon \u00c4nderungen feststellbar. Da die M\u00fchle den Mahlgang \u00fcber ein stehendes Zwischengetriebe in Form einer K\u00f6nigswelle antreibt, besitzt sie wiederum zu dessen Antrieb ein h\u00f6lzernes Winkelgetriebe in Form von Kammrad und Bunkler. Beide R\u00e4der weisen eine \u00e4u\u00dferst seltsame Stellung zueinander auf. W\u00e4hrend das Kammrad mit der R\u00fcckseite in den Raum schaut, greift der Bunkler von unten innnen in dessen K\u00e4mme hinein; eine \u00e4u\u00dferst komplizierte und genaue Verk\u00e4mmung ist hierbei n\u00f6tig.<br \/>\nIn gew\u00f6hnlichen Wasserm\u00fchlgetrieben dieser Bauart, von der es gerade im mittelnieders\u00e4chsichen Raum noch etliche Beispiele gibt, ist die Anordnung genau umgekehrt: Das Kammrad zeigt mit den K\u00e4mmen in den Raum und der Bunkler greift von oben ein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein von oben greifender Bunkler ist im hiesigen Falle jedoch nur mit Kompromissen bzw. gar nicht m\u00f6glich, da die M\u00fchle \u00fcber eine Mahlb\u00fchne verf\u00fcgt, die nur knapp \u00fcber der Oberkante des Kammrades abschlie\u00dft. Schlussfolgerungen daraus: das jetzt vorhandene Getriebe der K\u00f6nigswelleist ein nachtr\u00e4glicher Einbau, \u00fcber dessen Baujahr man jedoch nur unklare Mutma\u00dfungen anstellen kann.<br \/>\nDem jetzigen Getriebe muss ein einstufiges Winkelgetriebe vorausgegangen sein, welches \u00fcber ein Kammrad und ein Stockrad den Mahlgang direkt von unten angetrieben hat. Dieses entspr\u00e4che auch dem genauen Grundprinzip der &#8222;Altdeutschen Wasserm\u00fchle&#8220;. Es ist davon auszugehen, dass das heutige h\u00f6lzerne Kammrad auf der Wasserradwelle aus dieser Zeit noch original erhalten ist, m\u00f6glicherweuse noch vom Bau der M\u00fchle 1674 stammt. Darauf deutet hin, dass das Rad urspr\u00fcnglich mit einfachen 2 Speichen durch eine starke h\u00f6lzerne Welle gesteckt war und nicht, wie bis heute erhalten, mit 4 doppelten Speichen um eine eiserne Welle herumgelegt wurde. \u00dcber das &#8222;Warum&#8220; des nachtr\u00e4glichen Umbaus auf K\u00f6nnigswellenantrieb gibt es eine kogische Schlussfolgerung: man versuchte mit der M\u00fchle nicht nur einen Mahlgang, sondern mehrere G\u00e4nge oder andere Maschinen anzutreiben, was im hiesigen System nur durch eine K\u00f6nigswelle mit zerntrakem Stirnrad erfolgen konnte.<br \/>\nDass in der Ovelg\u00f6nner M\u00fchle jemals mehr als ein Mahlgang gelaufen ist, darf man ausschlie\u00dfen, weder das sp\u00e4rliche Platzangebot noch etwaige Reste im Balkenwerk deuten darauf hin. \u00dcber den Betrieb anderer Maschinen ist erstaunlicherweise mehr bekannt. Wir wissen aus alten Abbildungen un k\u00f6nnen auch am vorhandenen Bestanf noch erkennen, dass vom Stirnrad der K\u00f6nigswelle eine stehende Eisenwelle betrieben wurde, die \u00fcber ein Winkelgetriebe eine liegende, nach weit au\u00dferhalb des Geb\u00e4udes f\u00fchrende Welle antrieb, dei alten Erz\u00e4hlungen nach, mit einer Dreschmaschinen gekoppelt war.<br \/>\nEs m\u00f6gen auch noch weitere landwirtschaftliche Maschninen daran gekoppel worden sein. Bendenken wir jedoch, dass die Automatisierung und Mechanisierung der Landwirtschaft erst in der 2. H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts einsetzte, so w\u00e4re der Umbau der M\u00fchle demnach erst in dieser Zeit erfolgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine andere Vermutung f\u00fcr den recht sp\u00e4ten Umbau des Getriebes in dieser Zeit k\u00f6nnte man u. U. in der Person des ausf\u00fchrenden M\u00fchlenbauers suchen. Leider ist dieser wie so oft nirgends festhalten, dennoch tauchen in der M\u00fchle Teile auf, die aller Wahrscheinlichkeit nach aus der Feder des bekannten M\u00fchlenbaumeisters Dobbert aus Boizenburg (Kr. Ludwigslust in Mecklenburg) stammen. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise der Steinkran, der Spurtopf (Unterlage des Mahlganggetriebes) und der Obernbau des Mahlganges. Diese Dinge sind identisch mit Teilen in nachweislich von Dobbert erbauten M\u00fchlenanlagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie so oft in der Geschichte des Handwerks sind zwar die Werke der Meister im einzelnen n\u00e4her beschrieben worden, nicht jedoch die Lebensgeschichte des Meisters selber. Auch \u00fcber Dobbert gibt es nur \u00e4u\u00dferst wenig Daten. Erhalten geblieben sind ein paar Bauzeichnungen dieses Meisters, die im Hauptsaatsarchiv Hannover aufbewahrt werden, und die m\u00fcndliche sowie teils schriftlihe \u00dcberlieferung, an welchen M\u00fchlenbauten er beteiligt war bzw. die von im g\u00e4nzlich ausgef\u00fchrt worden sind. Zwei Windm\u00fchlenbauten, n\u00e4mlich die Leiwitzm\u00fchle ind Banzkow (LKr. Parchim) und die M\u00fchle &#8222;Johanna&#8220; in Hamburg-Wilhelmsburg sind als sein Werk nachgewiesen, ebenso Umbau- und Modernisierungsma\u00dfnahmen an der Riepenburger Windm\u00fchle in Hamburg-Kirchwerder. Alle diese Bauten fallen in die 1870er-Jahre.<br \/>\nLaut Staatsarchiv Hannover hat er auch an Wasserm\u00fchlen gerarbeitet, beispielsweise einen Umbau der M\u00fchle Wustrow (Kr. L\u00fcchow-Dannenberg) durchgef\u00fchrt. Interessant sind in diesen vorhandenen Angaben \u00fcber Dobbert die angegebenen Jahreszahlen, nach welchen an seine Wirkungszeit ungef\u00e4hr eingrenzen kann. Demnach lag die Zeit seiner Hauptbet\u00e4tigung in den Jahren zwischen 1850 und 1890.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war eine Zeit, als im M\u00fchlengewerbe viele Umbr\u00fcche stattfanden: die Gewerbefreiheit wurde eingef\u00fchrt, neue Werkstoffe (Gusseisen, Stahl) verdr\u00e4ngten im M\u00fchlenbau den alten Werkstoff Holz, neue Mahlverfahren mit Automatisierung traten auf, der M\u00fchlenbauer wurde mehr und mehr zum Ingenieur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus dem Mecklenburgischen kamen damals einige M\u00fchlenbauer in andere Regionen. Dieses Land hat besonders im Windm\u00fchlenbau eine hohe Qualit\u00e4t hervrogebracht. Einer der bekanntesten M\u00fchlenbaumeister seiner Zeit, Ludwig Tiedt, aus dem Orte Alt-Sammit nahe dem meklenburgischen Goldberg stammend, kam beispielsweis 1849 im Zuge seiner Wanderschaft als Zimmerer- und M\u00fchlenbauergeselle nach Peine, lie\u00df sich dort nieder und errichtete sp\u00e4ter in dieser Region mehr als 50 neue Windm\u00fcjlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Meister Dobbert mag allem Anschein nach auch in erster Linie ein Windm\u00fchlenbauer gewesen sein. W\u00e4re das K\u00f6nigswellengetriebe in Ovelg\u00f6nne wirklich nachweislich auch seiner Hand, so mag dieser windm\u00fchlentechnische Einflu\u00df evtl. auch zu dessen Einbau beigetragen haben. Den Antrieb von oben auf die Mahlg\u00e4nge durch ein stehendes Vorgelege (K\u00f6nigswelle) finden wir eben in allen Windm\u00fchlen holl\u00e4ndischen Typs in der n\u00e4heren Umgebung bis in den \u00e4u\u00dfersten Westen Mecklenburgs haupts\u00e4chlich vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Getriebe der Ovelg\u00f6nner M\u00fchle ist zudem noch eine weiter Tatsacht auff\u00e4llig: das relativ kleine (D = 1,90m) Stirnrad der K\u00f6nigswelle ist lediglich durch zwei gekreuzte, durch die Welle gesteckte Speichen befestigt. In dieser Region ist es jedoch \u00fcblich, ein solches Rad durch doppelte, um die Welle herumgelegte Speichen zu befestigen. Die hier verwendete Bauart deutet entweder auf ein recht fr\u00fches Baujahr der Teile (in hiesiger Region vor dem 18. Jahrhundert) oder auf dem Einfluss eines von weiter \u00f6stlich herstammenden M\u00fchlenbauers hin.<br \/>\nIm Osten Deutschlands und noch weiter \u00f6stlich davon sind n\u00e4mlich Holzr\u00e4der mit einfachen durchgestreckten Speichen sehr h\u00e4ufig anzutreffen, eher sogar die Regel. Das Baujahr vor dem 18. Jahrhundert m\u00f6chte ich hier in Ovelg\u00f6nne ausschlie\u00dfen, eher gehe ich davon aus, dass jener Getriebeumbau unter dem Einfluss oder sogar unter der Regie ostdeutscher (mecklenburgischer) M\u00fchlenbauer ausgef\u00fchrt wurde.<br \/>\nDass der Umbau durch Dobbert in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts ausgef\u00fchrt wurde, w\u00fcrde sich mit vorgenanntem Nutzen der M\u00fchle zum Betriebe landwirtschaftlciher Maschinen dieser Entstehungszeit decken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">R\u00e4stel geben aber nun noch mehrere L\u00f6cher im Geb\u00e4lk auf. Neben dem Absackrohr des Mahlganges befindet sich beispielsweise im L\u00e4ngsbalken der Mahlb\u00fchne noch ein zweites Loch f\u00fcr ein weiteres Rohr. Dieses deutet darauf hin, dass man hier zus\u00e4tzlich an den Mahlgang eine Siebmaschine h\u00e4tte koppeln k\u00f6nnen, um Mehl f\u00fcr Backzwecke und gr\u00f6bere Bestandteile (Kleie, Gries) trennen zu k\u00f6nnen. Im jetzigen Zustand des M\u00fchlengeb\u00e4lks under M\u00fchlentechnik lassen sich jedoch keinerlei Schl\u00fcsse mehr auf Art, Antrieb und Gr\u00f6\u00dfe einer so evtl. vorhandenen Siebmaschine (Sichter) ziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein weiteres R\u00e4tsel gibt und eine innen an der Wassermauer \u00fcber dem Niveau der Mahlb\u00fchne angebrachten Holzplatte mit einem gewltigen Zapfenloch auf. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite der Mahlb\u00fchne ist in deren oberen L\u00e4ngsbalken noch ein Schlitz f\u00fcr eine ebensolche Platte zu erkennen. Allem Anschein nach hat hier in ca. 80cm H\u00f6he \u00fcber der jetzigen Mahlb\u00fchne ein starker Balken quer \u00fcber diese hinweggef\u00fchrt. Sinn und Zweck des Ganzen geben R\u00e4tsel auf.<br \/>\nNun w\u00e4re eine vage Vermutung anzumerken: vielleicht sind dies die Reste der ganz alten, urspr\u00fcnglichen Mahlb\u00fchne von 1674, die demnach etwa 80cm h\u00f6her als die jetzige lag. Decken w\u00fcrde sich diese Vermutung wiederum mit der Lage des Kammrades und der Wasserwelle, welches, wie schon im Text erw\u00e4hnt, nur sehr knapp unter der jetzigen Mahlb\u00fchne endet.<br \/>\nMit der gr\u00f6\u00dften Wahrscheinlichkeit, dass es sich hierbei im Ursprung um eine eing\u00e4ngige M\u00fchle mit einstufigem Getriebe gehandelt hat, h\u00e4tte das vom Kammrad betriebene Stockrad des Mahlganges viel zu unter der B\u00fchne gesessen, u. U. gar nicht darunter gepasst. Nur mit einer h\u00f6her gelegenen Mahlb\u00fchne w\u00e4re dieses einfache Getriebesystem ohne die K\u00f6nigswelle \u00fcberhaupt vern\u00fcnftig m\u00f6glich gewesen. Dass Teile der Mahlb\u00fchne bei einem sp\u00e4teren Umbau u. U. wiederverwendet wirden sind, d\u00fcrfte als typisch erscheinen. Der L\u00e4ngstr\u00e4ger mit den zwei Absackl\u00f6chern d\u00fcrfte dann mit Sicherheit dazugeh\u00f6ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Vermutung w\u00e4re, dass die Overlg\u00f6nner M\u00fchle im Ursprung eine typische &#8222;Altdeutsche M\u00fchle&#8220; mit Mahlgang, einstufiger Getriebe\u00fcbersetzung (Kammrad-Stockradgetriebe) und Siebevirrichtung gewesen ist, sp\u00e4ter (vermutlich in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts) auf K\u00f6nigswellenantrieb mit der M\u00f6glichkeit zum Betrieb weiterer externer landwirtschaftlicher Ger\u00e4te aber in der Nutzung als reine Schrotm\u00fchle (ohne Siebvorrichtung) umgebaut worden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das hier gesagt \u00fcber die technische Ausstattung der M\u00fchle ist bislang alles, was in Erfahrung gebracht werden konnte. Alte Akten in Staatsarchiven gehen mit dieser M\u00fchle ebenfalles sehr sp\u00e4rlich um. Sie ist beispielweise h\u00e4ufig nur in Verbindung mit der Moisburger M\u00fchle erw\u00e4hnt. Auff\u00e4llig ist zudem, dass die M\u00fchle in der bekannten &#8222;Nieders\u00e4chsischen M\u00fchlengeschichte&#8220; von Wilhelm Kleeberg 1964 nur unter der Moisburger M\u00fchle Erw\u00e4hnung findet, indem er schreibt, dass der M\u00fchlenp\u00e4chter Schwar 1674 die neuerbaute M\u00fchle in Ovelg\u00f6nne \u00fcbernommen habe. F\u00fcr Ovelg\u00f6nne selber erw\u00e4hnt Kleeberg lediglich ein Vermerk, dass 1932 hier ein Windm\u00fcller Wilhelm Hoppe genannt wird.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Wilhelm Kleeberg: &#8222;Nieders. M\u00fchlengeschichte&#8220;, Detmold 1964<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Stadtarchiv Hamburg: Angaben \u00fcber die Riepenburger M\u00fchle<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Nieders. Hauptstaatsarchiv Hannover: Bauzeichnungen der Wasserm\u00fchle in Wustrow<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Staatsarchiv Peine: Angaben \u00fcber den M\u00fchlenbauer Tiedt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">R\u00fcdiger Hagen, Wedemark<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"mh-excerpt\"><p>Neue Erkenntnisse \u00fcber die Wasserm\u00fchle in Ovelg\u00f6nne Mein Bericht \u00fcber die M\u00f6glichkeiten zum Sieben (Sichten) des Mehles in Heft 4 vom September 1999, verbunden mit <a class=\"mh-excerpt-more\" href=\"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/?page_id=39\" title=\"Neue Erkenntnisse\">[&#8230;]<\/a><\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":23,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/39"}],"collection":[{"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=39"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/39\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":884,"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/39\/revisions\/884"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/23"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/wassermuehle-ovelgoenne.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=39"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}